Frankfurt – zwischen Bulle und Bär

Einen besonderen Tag im Rahmen einer Exkursion des Faches Wirtschaft und Recht erlebten die Schüler der Klasse 10c (WSG-W) und des Kurses 1WR12 am 11. Juli diesen Jahres.

Schon um 06:20 ging es vom GMG aus Richtung Frankfurt, um dort die Deutsche Börse sowie das Geldmuseum der Bundesbank zu besuchen. Schon im Unterricht erwarb man Vorkenntnisse, welche nun vertieft und möglichst auch in der Praxis beobachtet werden sollten.

Nach einer kurzweiligen Busfahrt stand dann die Einlasskontrolle an der Börse an, diese stand einer typischen Flughafenkontrolle wenig nach, so dass für die Sicherheit in jedem Fall gewährleistet war.

Dem folgte ein Vortrag über die Geschichte und den wichtigsten Handel an der Frankfurter Börse. Gegründet schon 1585 werden hier derzeit täglich Aktien von ca. 10000 Unternehmen aus dem In- und Ausland gehandelt. Trotz dieser enormen Anzahl entfällt über 90% des Handelsvolumens auf die ca. 650 deutschen Aktien.

Doch auch Zertifikate, Rentenpapiere und Derivate werden über das Onlinehandelssystem XETRA gehandelt. Begriffe wie der DAX, MDAX, SDAX oder auch der Unterschied zwischen Brief- und Geldkurs stellten für die Schüler keine Schwierigkeiten dar.

Zügig ging es dann auf die Gallerie der ehemaligen Parketthandelsbörse. Auf dieser sind mittlerweile kreisförmige „Arbeitsringe“ mit Dutzenden von Bildschirmen eingerichtet, auf denen die „Spezialisten“ das Geschehen am Markt verfolgen und überwachen. Richtiger Handel findet hier schon lange nicht mehr statt, dieser läuft hauptsächlich über Onlinehandelssysteme. Während dem Betrachten stand man auf Kacheln, auf denen die 150 deutschen Indexunternehmen vertreten waren. Diese Kacheln leuchten rot oder grün auf – je nachdem ob der Kurs fällt oder steigt.

Die Mittagspause wurde dann sowohl zur Verköstigung als auch zum Shoppen oder Flanieren durch Frankfurt genutzt, bevor es weiter zum Geldmuseum der Bundesbank ging.

Dieses wurde erst kürzlich neu eröffnet und war damit sowohl für Schüler als auch für Lehrer extrem interessant. Auf einem Rundgang mit zahlreichen Räumen wurde hier nicht nur die Geschichte des Geldes den Schülern näher gebracht: Interessant waren auch alternative Vorschläge für die Banknoten des Euro, die Aufgaben der Europäischen Zentralbank sowie der Bundesbank, Inflation, Währungen weltweit und und und…

Den krönenden Abschluss des Rundganges bot ein 12,5 kg schwerer Goldbarren, welchen man – sicher verschlossen in einem Kasten aus Panzerglas – von unten anheben konnte.

Insgesamt war es sowohl für Lehrer als auch für die Schüler ein sehr interessanter und hoffentlich auch schöner Tag, der dank durchwegs guter Laune lange in Erinnerung bleiben wird.

Johannes Völkl