Debattieren wie die Großen: Miriam und Christoph beim Landesentscheid

Mit Miriam Witt und Christoph Lösch aus der 8.Jahrgangsstufe - hier abgebildet mit Homer und Demosthenes - Büsten aus dem Maximilianeum - schafften es zwei Schüler des Gregor-Mendel-Gymnasiums in den Landesentscheid des Wettbewerbs Jugend debattiert. Sie hatten sich durch den Doppelsieg in der Sekundarstufe I beim Regionalentscheid Oberpfalz-Nord/Mittelfranken-Ost im März aus Teilnehmern von sieben Schulen für den Landesentscheid in ihrer Altersgruppe qualifiziert.

Beim Thema „Sollte in Bayern eine Katzensteuer eingeführt werden?“ glänzte Christoph Lösch mit hervorragendem Detailwissen, das er besonders überzeugend in der Debatte einzubringen wusste. Miriam Witt konnte beim Thema „Sollen zum Eurovision Song Contest auch Beiträge mit politischem Inhalt zugelassen werden?“ so manchen argumentativen Vorstoß erfolgreich parieren und ihre eigenen Aspekte mit Nachdruck vertreten. Von der Jury wurde beiden eine außergewöhnliche Eloquenz bescheinigt. Obwohl es dennoch knapp nicht für den Einzug in das Finale der letzten vier gereicht hat, konnten beide wertvolle Eindrücke gewinnen, die sie für eine weitere Teilnahme am Projekt motivieren.

Doch nicht nur als Debattanten, auch als Juroren waren die Fähigkeiten der Schüler des Gregor-Mendel-Gymnasiums gefragt. Tamara Lindner und Fabian Baumer waren in eigens durchgeführten Fortbildungen eingehend für die Aufgabe geschult worden und übernahmen die verantwortungsvolle Aufgabe auch in München. Schulleiter OStD Peter Welnhofer zeigte sich vor Ort beeindruckt von den vielfältigen Kompetenzen seiner Schülerinnen und Schüler, immerhin hat sie der Weg vom Klassenzimmer des Gregor-Mendel-Gymnasiums bis ins Maximilianeum geführt, und das aus einer Teilnehmergruppe von insgesamt rund 26 000 Schülerinnen und Schülern aus bayernweit 120 Schulen.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich betonte bei einem Podiumsgespräch im Senatssaal des Maximilianeums die Bedeutung des Wettbewerbs für die Persönlichkeitsbildung der Teilnehmer, die ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihr gesellschaftspolitisches Interesse unter Beweis stellen und überzeugend Position beziehen.  Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit sowie die Überzeugungskraft der Redner.