Wirtschaftspraxis: Die 8d erkundet die Logistikprozesse bei Siemens

3 Milliarden (!) Bauteile verbaut das Elektronikwerk der Siemens AG in Amberg (EWA) jedes Jahr und beschäftigt dafür über 1200 Mitarbeiter - jede Sekunde wird ein Produkt fertig! Offensichtlich, dass dies nur bei einer optimalen Organisation aller beteiligten Stellen möglich ist. Und die konnten die Schüler der 8. Klasse des WSG-W bei ihrer Betriebserkundung auf Einladung von Frau Spirres mit eigenen Augen bestaunen.

Dr. Übler führte die Schüler und ihre Begleitlehrkräfte OStR Traub und StRef Völkl durch die Basis der EWA-Fertigung: Die Warenlogistik im Keller der Fabrik. Dort gewährleistet ein vollautomatisches Lager- und Transportsystem den Materialfluss für die Fertigung und den Rücklauf von Verpackungsmaterial.

Weil aber auch die produzierten Simatic-Steuerungen immer komplexer werden, war der Versorgungsbedarf mit verschiedensten Teilen in den letzten Jahren stetig gestiegen, während das Materiaflusssystem zunehmend veraltete. Dementsprechend musste der Logistikprozess analysiert und verbessert werden, was schließlich in einer Rundum-Erneuerung der Anlage und einer neuen Steuerungsorganisation resultierte.
Unter anderem wurden hochauflösende schnelle Kameras zur Produkterfassung installiert und ein fehlertolerantes, flexibles Zirkulationssystem eingeführt. Die Fördergeschwindigkeit wurde dadurch mehr als versechsfacht, der Stromverbrauch drastisch verringert.
Nicht schlecht staunten die Wirtschaftler über den Preis von 200 Euro pro standardisierter Transportbox – immerhin werden täglich 13.700 dieser speziellen Behälter benötigt.
Beeindruckt zeigten sich die Schüler auch vom vollautomatischen Hochregallager, in dem wie von Geisterhand Teile schnell und „chaotisch" gelagert werden.

Somit konnten die GMGler die im Unterricht behandelte Prozessmodellierung und –optimierung hier praxisnah nachvollziehen: Störanfällige Strecken, die für Verzögerungen, Mehrarbeit und damit zu erheblichen Mehrkosten führten, werden nun vermieden.
Diese und ständig neue Verbesserungen ermöglichen es den Oberpfälzern konkurrenzfähig zu bleiben und weiter gut bezahlte Arbeitsplätze am Hochlohnstandort Amberg zu bieten - nicht zu vergessen einen leckeren Imbiss für unsere interessierten Schüler!


Frau Spirres begrüßt die Schüler vom GMG