Verbraucherbildungstag für die 6. Jahrgangsstufe (P-Seminar Wirtschaft und Recht)

am 7. Dezember 2017 fand im Rahmen des P-Seminars „Gestaltung eines Projekttages zum Thema ökonomische Verbraucherbildung für die Unterstufe“ Projektstunden für alle sechsten Klassen statt. Diese wurden von den Seminarteilnehmern der Q12 gestaltet und durchgeführt. In den drei Unterrichtsstunden, in welchen die Schüler an dem Projekt teilnahmen, durchliefen sie vier Stationen, die verschiedene Bereiche der Verbraucherbildung aufgriffen.

So wurde den den Kindern unter anderem aufgezeigt, welche Tricks verwendet werden, um unsere Kaufentscheidungen zu steuern. Diese Manipulation beginnt bei alltäglichen Dingen, wie dem Aufbau eines Supermarktes, Werbung in Zeitungen, Radio, TV oder Internet, bis hin zu Hinweisen auf Lebensmitteln. Nur wei Bio drauf steht, ist noch lange kein Bio drin. Ein Fruchtriegel namens "Erdbeertraum" muss nicht überwiegend aus Erdbeeren bestehen. Der vormals von den Briten als Warnung geltende Ausdruck "Made in Germany" impliziert nicht, dass das Produkt komplett in Deutschland gefertigt wurde. Bei dem direkten Geschmacksvergleich einer hochpreisigen Markenschokolade und einem NoName-Produkt kann die Entscheidung überraschend schwer fallen.

Darüber hinaus werden finanzielle und rechtliche Aspekte behandelt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler einen vernünftigen Umgang mit Geld und anderen Zahlungsmethoden erlernen und ihre Rechte als Verbraucher kennen lernen. Schließlich wollen wir mit den Kindern über die Preisgabe persönlicher Daten und Informationen diskutieren – ein wichtiger Punkt gerade in der heutigen Zeit.

Um die Schüler nicht mit einer Aneinanderreihung von Fakten zu langweilen, hat sich das P-Seminar einiges einfallen lassen: Videos gedreht, Rollenspiele aufgeführt, Rätsel, Memory und Legespiele entworfen, um die Unterstufenschüler auf eine möglichst spielerische und praktische Art und Weise rechtzeitig zu informieren und für künftige Vorhaben zu wappnen.

Nach vollständigem Absolvieren der Stationen erhielt jeder Schüler seinen eigenen Verbraucherführerschein, welcher bestätigt, dass sie für zukünftige wirtschaftliche und rechtliche Entscheidungen bereit sind.