Erlebte Demokratie - Juniorwahl am GMG

Am 24. September 2017 ist es so weit: Der 19. Deutsche Bundestag wird gewählt. Seit Wochen bestimmt der Wahlkampf der einzelnen Parteien die Schlagzeilen. Auch viele jungen Menschen verfolgen gespannt das politische Geschehen und stellen sich die Frage, wer ihre eigene Interessen und Werte am besten vertreten könnte. Aktiv an der Wahl beteiligen dürfen sich jedoch nur die Deutschen, welche am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Um den Jugendlichen dennoch die Gelegenheit zu geben, sich genauer mit der Bundestagswahl 2017 zu beschäftigen, hat sich das Gregor-Mendel-Gymnasium dafür entschieden, sich an der bundesweiten Initiative „Juniorwahl“ mit der 10. Jahrgangsstufe zu beteiligen. Die Juniorwahl ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung und ermöglicht es, eine realitätsgetreue Wahlsimulation an der Schule zu organisieren und durchzuführen. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll die Begeisterung und das Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement. „Bewusste und kenntnisreiche Auseinandersetzung mit politischen Fragen macht immun gegen die simplifizierenden Behauptungen der Populisten.“, meint der Schulleiter des Gregor-Mendel-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Peter Welnhofer dazu. Schließlich sei ein Ziel der Reform der Lehrpläne am Gymnasium auch die Stärkung der politischen Bildung.

Deshalb wurde am GMG dafür eigens am 21.09.2017 der Projekttag „Juniorwahl“ für die Zehntklässler ins Leben gerufen. Dieser setzte sich aus mehreren Modulen zusammen. Zum einen erhielten die Schüler/-innen viele wertvolle Informationen über Funktionen und Aufgaben des Bundestags, auch der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme wurde erläutert. Zum anderen standen die Parteien und ihre Programme im Mittelpunkt. So konnten die Jugendlichen nicht nur mit Hilfe des „Wahl-O-Mat“ ihre persönlichen Präferenzen ausloten, sondern sie erarbeiteten zudem in Kleingruppen die wesentlichen Zielsetzungen bekannter Parteien und präsentierten die Ergebnisse anschließend im Klassenverband. Am Ende des Vormittags ging es – wie bei der „echten“ Bundestagswahl am 24. September 2017 – für die Schüler/-innen an die Wahlurne. Dabei wurde der Wahlgang originalgetreu simuliert, d.h. die Jugendlichen begaben sich mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in ein eigens dafür eingerichtetes Wahllokal, wo sie ihre Stimmzettel erhielten, in der Wahlkabine ihre Kreuzchen setzten und letztlich den Stimmzettel in die Wahlurne warfen. Auf die Bekanntgabe der Ergebnisse müssen die Schüler/-innen jedoch noch etwas warten, da das Gesamtergebnis der Juniorwahl erst am Wahlsonntag, den 24. September 2017 um 18:00 Uhr auf http://www.juniorwahl.de veröffentlicht wird.